Vorsorgen ist wichtig - deshalb mehr Abfertigung!

Vorsorgen hat in unserer Zeit völlig zu Recht eine hohe Bedeutung. „Schließlich ist es auch ein beruhigendes Gefühl, wenn für zukünftige Zeiten Reserven zur Seite gelegt werden“, sagt AK-Vizepräsident Helmut Feilmair. Darum ist es auch wichtig, dass die Beiträge für die Abfertigung neu von derzeit 1,53 auf 2,5 Prozent angehoben werden.

Die Abfertigung neu ist am 1. Jänner 2003 gesetzlich in Kraft getreten. Der große Vorteil der Abfertigung neu ist, dass die Ansprüche bei Selbstkündigung nicht mehr verloren gehen, sondern vielmehr nach dem Rucksackprinzip zum neuen Arbeitgeber mitgenommen werden können. Ein großer Nachteil der Abfertigung neu ist allerdings, dass die Zinsgewinne und somit die erwirtschafteten Guthaben weit hinter den Erwartungen zurück bleiben. Bei der Einführung der Abfertigung neu im Jahre 2003 wurde von einer Zinshöhe von bis zu 6 Prozent ausgegangen. Wie wir alle wissen, sind wir von solchen Erträgen weit weg. Dieser Fehlbetrag sollte zumindest teilweise ausgeglichen werden. Aus diesem Grund fordert AK-Vizepräsident Feilmair die Erhöhung des Beitragssatzes von derzeit 1,53 Prozent des Brutto-Monatsgehaltes auf 2,5 Prozent.

Um die Erträgnisse der derzeitigen Abfertigungsregelung besser einschätzen zu können, wurde nachstehende Modellrechnung angestellt: Für ein Brutto-Monatsgehalt von 2.000,-- Euro wird für 25 Jahre hindurch der Beitrag von 1,53 Prozent des monatlichen Brutto-Gehaltes an die Abfertigungskasse einbezahlt. In diesem Zusammenhang wurden eine Verzinsung von 3 Prozent und eine jährliche Gehaltssteigerung von 2 Prozent angenommen. Daraus ergibt sich nach 25 Jahren ein Guthaben von 19.680,-- Euro, was unter Berücksichtigung der jährlichen Lohnsteigerungen von 2 Prozent 5,24 Monatsgehältern entspricht. Bekanntlich erhalten Mitarbeiter, die unter die alte Abfertigungsregelung fallen nach 25 Jahren Dienstzugehörigkeit beim selben Arbeitgeber ein Brutto-Jahresgehalt.

Ziel des ÖAAB ist es, nach 30 Jahren Berufszugehörigkeit ein Jahresgehalt an Abfertigung zu bekommen. Um diesen Ziel realistischer Weise ein großes Stück näher zu kommen, ist die Erhöhung der Beiträge im Rahmen der Abfertigung neu von derzeit 1,53 Prozent auf 2,5 Prozent ein Gebot der Stunde.


nach oben