Pensionssystem nachhaltig reformieren

- ABSICHERUNG FÜR KOMMENDE GENERATIONEN MUSS IM VORDERGRUND STEHEN.

ÖAAB-BO-Stv. Abg.z.NR August Wöginger (li.) und ÖAAB-LO LH-Stv. Franz Hiesl

Unser Pensionssystem, wie wir es heute kennen, ist in einer Schieflage. Wir müssen sicherstellen, dass die Jugend von heute auch morgen noch Anspruch auf eine Pensionsleistung hat. Es gibt immer weniger Beitragszahler, aber immer mehr Frühpensionisten. „Der ÖAAB Oberösterreich unterstützt daher Bundesparteiobmann Dr. Michael Spindelegger bei seinen Bemühungen die Schuldenbremse in der Verfassung zu verankern, um unser Pensionssystem zukunftsfit zu machen. Neben den bereits mehrfach geforderten Abbau von Pensionsprivilegien bei den ÖBB sowie der Stadtverwaltung in Wien, muss es eine Reform der Invaliditätspensionen sowie eine schrittweise Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters von derzeit 58 auf 62 Jahre geben“, fordern ÖAAB-Landesobmann LH-Stv. Franz Hiesl sowie ÖAAB-Bundesobfrau-Stv. Abg.z.NR August Wöginger.
Eine umfassende Reform unseres Pensionssystems muss für den ÖAAB Oberösterreich vor allem folgende drei Punkte enthalten:

  • Leistung muss sich lohnen, auch bei den Pensionen: Wenn jemand mehr Beitragsjahre für die Pension hat, muss das bei der späteren Höhe der Pension klar Berücksichtigung finden. Hat eine Person am Ende des Erwerbslebens beispielsweise 45 reine Beitragsjahre beisammen, muss es einen Unterschied zu jemand Anderen geben, der/die nur auf 37 Versicherungsjahre kommt. Wer länger arbeitet, muss eine höhere Pension bekommen.
  • Volle Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Pension: Im Zusammenhang mit der früheren Angleichung des Pensionsantrittsalters bei Frauen fordern wir eine Anrechnung von Kindererziehungszeiten von vollen vier Jahren pro Kind für die spätere Pension. Die Bereitschaft von Eltern Kinder zu bekommen und selbst zu erziehen, ist das höchste Gut in einer Gesellschaft und muss daher entsprechende Berücksichtigung finden. So hat sich der ÖAAB hierfür bereits bei den Kollektivvertragsverhandlungen im vergangenen Herbst besonders stark gemacht, da dies ein bedeutender Schritt zum Schließen der Einkommensschere wäre.
  • Langsames Ausgleiten aus dem Arbeitsleben ermöglichen: Dass die Menschen künftig länger im Erwerbsleben stehen müssen, ist unbestritten. Es werden aber nicht alle Berufsgruppen bis 65 Jahre volle 40 Stunden pro Woche arbeiten können. Wir müssen daher ein schrittweises Ausgleiten aus dem Arbeitsleben ermöglichen, ohne aber die Menschen in die Korridorpension zu drängen. Die Altersteilzeit bietet hierzu eine gute Möglichkeit, jedoch bedarf sie einer teilweisen Reform. Eine Altersteilzeit Neu soll es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den letzten Erwerbsjahren leichter machen, Schritt für Schritt ihre Arbeitszeit zu reduzieren und dafür länger im Arbeitsleben zu bleiben. Zur Grundbedingung für längeres Arbeiten gehört aber vor allem die Schaffung von altersgerechten Arbeitsplätzen.

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