Das Regierungsprogramm aus Sicht der Arbeitnehmer

Im Programm der neuen Bundesregierung ist es gelungen, wichtige Anliegen von Arbeitnehmern und Familien zu verankern. Angefangen bei der Erhöhung der Familienbeihilfe, über den Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung, bis hin zu den neuen, finanziellen Anreizen für längeres Arbeiten und der Beseitigung von Ungerechtigkeiten in der Berufswelt.

Starkes Team in Wien. Die ÖAAB NR-Abgeordneten August Wöginger (Schärding), Michael Hammer (Urfahr-Umgebung) und Johann Singer (Steyr-Land).

Ein herzliches Danke an Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, ÖAAB-Landesobmann LH-Stv. Franz Hiesl und die ÖAAB-Nationalräte aus Oberösterreich, August Wöginger, Michael Hammer und Hans Singer, die als Experten und Verhandler in den einzelnen Gruppen wesentlich zum vorliegenden Regierungsprogramm beigetragen haben.

Einige Pläne der SPÖ konnten durch den gemeinsamen Einsatz abgewendet werden. Zum Beispiel die Einführung der Erbschaftssteuer, die Abschaffung der Gymnasiums oder die Strafsteuer auf Überstunden.

Die wichtigsten Punkte aus Sicht der Arbeitnehmer:


AUSBILDUNGSGARANTIE
bis 18. Lebensjahr

MITARBEITERERFOLGSBETEILIGUNG, max. 10 Prozent des Bilanzgewinns und max. 1.000 Euro pro MitarbeiterIn im Jahr (auch im Non-Profit Bereich), mit 25 Prozent pauschal besteuert

SENKUNG DER LOHNNEBENKOSTEN

FAMILIENPAKET

- Erhöhung der Familienbeihilfe,
- Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, 2. Gratis-Kindergartenjahr für 4- bis 5-Jährige
- Krankenkassen tragen die Kosten für Zahnspangen und Kieferregulierungen von Kindern;
- Abschaffung des Spitalskostenbeitrages für Kinder

BESSERE VEREINBARKEIT FAMILIE UND BERUF
-
4 Wochen Kündigungsschutz bei Fehlgeburten
- Beseitigung von Hindernissen für freiwillige Elternteilzeit-Vereinbarungen

SANIERUNGSBONUS: max. 6.000 Euro an Handwerkerkosten steuerlich absetzbar

SPEZIELLE FRAUENFÖRDERUNG: 50 Prozent der AMS-Fördermittel für Frauen (z.B. verstärkte Beratung, mehr Frauen in atypische, vermehrte Karenz-Betreuung)

MENSCHLICHE ARBEITSWELTEN
- Urlaub
: bessere Anrechnung der Vordienstzeiten
- 12 Stunden-Arbeit am Tag im Außendienst bei aktiver Reisezeit und bei Gleitzeit (mit Überstunden) erlaubt, bei einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 50 Stunden
- Zeitausgleich: neu im Krankenstand weder Konsum, Erwerb bzw. Verfall
- All-In-Verträge mehr Transparenz, Ist-Grundlohn muss angemessen sein
- Einschränkung der Konkurrenzklauseln, moderatere Ausbildungsrückerstattung
- Bessere Entgeltfortzahlung im Krankenstand: künftig auch über das Ende des Dienstverhältnisses hinaus, bei einvernehmlicher Auflösung (wie bei AG-Kündigung)

BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG: flächendeckend mit neuen Anreizen ausbauen

ÄLTERE ARBEITNEHMER VERSTÄRKT FÖRDERN UND AM ARBEITSMARKT INTEGRIEREN
- Einstellbonus
für Betriebe bei Einstellung von über 50-jährigen Arbeitslosen Betriebe müssen ab 25 Mitarbeitern 2017 eine bestimmte Beschäftigungsquote von 55+ erfüllen (wird je nach Branche und Geschlecht berechnet), sonst müssen diese Betriebe eine Abgabe für altersgerechte Arbeitsplätze leisten, tritt Anstelle der bisherigen Auflösungsabgabe in Kraft

ANREIZ FÜR LÄNGERES ARBEITEN
- Teilpension
: ab Erreichung des Pensionsanspruches darf man die Arbeitszeit mindestens 30 Prozent reduzieren und erhält zum Gehalt die Hälfte der Pension
- Bonus für Arbeitszeit über 60/65 wird von 4,2 Prozent auf 5,1 Prozent erhöht, da kein PV-Beitrag mehr eingehoben wird beträgt die Gesamterhöhung rund 10 Prozent pro Jahr des Aufschubs

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ÖAAB-Erfolge im Detail... [183 KB]

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Das neue ÖVP-Regierungsteam im Detail...


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