ÖAAB präsentiert Forderungspaket

VOR ALLEM FÜR FAMILIEN UND ÄLTERE DIENSTNEHMER SOLL EINIGES GESCHEHEN

Die finanzielle Unterstützung von Familien, Mitarbeiterbeteiligung, die Beschäftigung älterer Dienstnehmer und die Einführung eines Zeitwertkontos sind Vorhaben, die der ÖAAB heuer auf Bundesebene umsetzen will, wie Obfrau Johanna Mikl-Leitner und Generalsekretär August Wöginger betonten.

In Bezug auf die Familien bleibt die ÖAAB-Forderung nach einem steuerlichen Existenzminimum von 7000 Euro pro Kind uhnd Jahr auf der Tagesordnung. Eine Streichung von Steuervorteilen für Familien, wie von der SPÖ gefordert, sei ein „absolutes No-Go“, so Mikl-Leitner. Vielmehr solle die Familienbeihilfe reformiert und alle Familienleistungen sollen gemäß der Inflation angepasst werden — allerdings erst, wenn das Budget saniert ist. Auch Rehabilitationsplätze für Kinder stehen auf der ÖAAB-Liste.

Ebenso im Fokus hat man aber auch ältere Arbeitnehmer, das tatsächliche Pensionsalter soll dem gesetzlichen angepasst werden. Längeres Arbeiten sei die bessere Antwort auf die demografische Entwicklung als Pensionskürzungen oder Erhöhungen der Pensionsbeiträge, so Mikl-Leitner und Wöginger. Betriebe, die überdurchschnittlich viele Über-50-Jährige beschäftigen, sollen weniger Lohnnebenkosten zahlen; jene, die wenig Ältere beschäftigen, sollen Pönale zahlen. Weiters soll die Zuverdienstgrenze für geringfügig beschäftigte Pensionisten fallen und die Altersteilzeit ausgebaut werden.

Umgesetzt werden soll auch das Zeitwertkonto. Darauf sollen Arbeitnehmer Überstunden, Zulagen, Prämien oder andere Sonderzahlungen ansparen und diese später verbrauchen oder sich auszahlen lassen können. Thematisiert wird auch das Burn-out-Problem. Einerseits soll betriebliche Vorsorge Burn-out vermeiden helfen, andererseits wird eine bessere Wiedereingliederung im Fall einer Erkrankung angestrebt.


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