Ausbildungspflicht für alle 15 bis 18-Jährigen

„Wer ohne Berufsausbildung ist hat nach wie vor das größte Risiko arbeitslos zu werden“, sagt AK-VPräs. Helmut. Deshalb unterstützt Feilmair den Vorschlag von LH Dr. Josef Pühringer, nach einer Ausbildungspflicht für alle 15 bis 18-Jährigen mit voller Überzeugung.

Rund jeder zehnte Jugendliche verlässt aktuell die Pflichtschule ohne anschließend irgendeine berufliche Ausbildung zu absolvieren. Es ist in Wirklichkeit unverantwortlich, junge Menschen ohne jede Berufsausbildung den Schritt in die Arbeitswelt tun zu lassen. Aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge wird sich in naher Zukunft auch der Mangel an Facharbeitskräften noch deutlich zuspitzen.

Um genau diesen unerfreulichen Entwicklungen wirksam entgegensteuern zu können, sollte an die neunjährige Schulpflicht eine dreijährige Ausbildungspflicht daran gehängt werden. Konkret ist damit gemeint, dass alle 15-Jährigen dazu verpflichtet werden, entweder eine weitere dreijährige berufsausbildende Schule zu besuchen, oder eine Lehre bei einem Lehrausbildungsbetrieb, beziehungsweise bei einer überbetrieblichen Einrichtung zu absolvieren.

Zahlreiche Statistiken beweisen es: Wer keine weiterführende Ausbildung absolviert hat, oder lediglich über einen Pflichtschulabschluss verfügt, hat ein besonders hohes Risiko arbeitslos zu werden. Hier beträgt das Risiko arbeitslos zu werden 11,6 Prozent. Mit einem Lehrabschluss in der Tasche reduziert sich die Gefahr der Arbeitslosigkeit auf 4 Prozent, mit einem Universitätsabschluss sinkt sie auf 1,6 Prozent.

Wie das oberhalb zitierte statistische Material ausgiebig zu Tage fördert, ist Ausbildung schulischer und beruflicher Natur eine besonders wichtige Lebensversicherung für ein geringes Arbeitslosenrisiko im Verlauf einer beruflichen Karriere. „Das hohe Maß an Verantwortung für das Wohlergehen unserer Jugendlichen soll daher auch dazu führen, die Ausbildungspflicht für alle 15 bis 18-Jährigen umzusetzen“, sagt Helmut Feilmair abschließend.


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