Zehn Jahre Pendlerallianz

Nach dem Verkehrschaos im Zusammenhang mit dem Abriss der Eisenbahnbrücke und dem Baustellen-Chaos haben die Linzer Stadtpolitiker jetzt zum nächsten Schlag gegen die Pendler ausgeholt: Das Urfahraner Jahrmarkgelände wird als Parkplatz gesperrt. „Eine Katastrophe“, sagen ÖVP-Pendlersprecher Nationalrat Michael Hammer und Landtagsabgeordneter Josef Rathgeb und fordern im Namen der Mühlviertler Pendlerallianz sofortige Alternativen.

v.l: Die ÖAAB-Bezirksobleute Bgm. Mag. Max Oberleitner (Perg), LAbg. Bgm. DI Josef Rathgeb (Urfahr-Umg.), Gertraud Scheiblberger (Rohrbach), AK-Rat Ernst Brandstetter (Freistadt) mit Pendlersprecher NR-Abg. Mag. Michael Hammer (2.v.r.)

„Die Pendler dürfen nicht Opfer des Linzer Park-Chaos werden!“, sagen Hammer und Rathgeb. Das wird aber so kommen, wenn wahr wird, was am 7. September am Runden Tisch von Linzer Stadtpolitikern beschlossen worden ist: Mit Ende des Herbstmarktes sollen 1.200 Parkplätze auf dem Jahrmarktgelände wegfallen, nur 118  Stellplätze für das AEC bleiben erhalten. 2018 soll dann der Planungsprozess für die neue Verwendung und Gestaltung des Areals beginnen. „Das ist die gleiche Vorgehensweise wie bei der Brücke: Erst abreißen und zusperren, ohne Rücksicht auf Verluste, und dann schauen, was kommt“, kritisiert Hammer die Versäumnisse der Linzer Stadtpolitik und kündigt namens der Pendlerinitiative lautstarken Protest an. 

Für die Pendlerinnen und Pendler und für die Mühlviertler Pendlerallianz sei dieser 7. September ein  sehr schlechter Tag, sagen Hammer und Rathgeb, für die der Einsatz der Pendlerinitiative in den letzten Jahren trotzdem nicht vergeblich war: „Wir haben mehrmals den Versuch abwehren können, den Parkplatz zu sperren oder Parkgebühren einzuheben. Das jetzt durch die Sperre zu erwartende Chaos konnten wir leider nicht mehr verhindern.“

10 Jahre Pendlerallianz
Allein aus dem Mühlviertel kommen täglich Pendler mit 55.000 Kraftfahrzeugen nach Linz. Wer meint, dass das für die roten, blauen und grünen Stadtpolitiker ein Grund zum Nachdenken über Verbesserungen ist, der irrt. Und das, obwohl die vor zehn Jahren von den ÖAAB-Bezirksgruppen Rohrbach, Urfahr-Umgebung, Freistadt und Perg gegründete Mühlviertler Pendlerallianz permanent die Versäumnisse aufzeigt und Vorschläge für Verbesserungen macht. Vieles sei erreicht worden, doch in Summe werde die Situation für die Pendler immer schlechter, kritisieren die ÖAAB-Bezirksobleute Gertraud Scheiblberger, Max Oberleitner, Josef Rathgeb, Ernst Brandstetter und Pendlersprecher Michael Hammer. Aber: „Wir kämpfen weiter!“

PK-Unterlage "10 Jahre Mühlviertler Pendlerallianz"


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