„Nur Nein zu sagen, ist zu wenig“

ÖAAB- und AK-Vize Feilmair vermisst bei Kalliauer-FSG Reformwillen
Die Debatte um die diversen Reformvorhaben der Bundesregierung macht auch vor der Arbeiterkammer OÖ nicht halt — und sorgt für ein Polit-Geplänkel zwischen der FSG von AK-Präsident Johann Kalliauer und der ÖAAB-AK-Fraktion.

Während Kalliauer in der AK-Vollversammlung in Richtung ÖAAB-Fraktion meinte, diese habe die ÖVP auf Bundesebene nicht auf die Nachteile geplanter Vorhaben hingewiesen, hält AK-Vizepräsident Helmut Feilmair dagegen: „Nur Nein zu sagen ist einfach zu wenig“. Denn dann könnte sich auf unliebsame Weise ein Sprichwort bewahrheiten, das besage: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, so der stellvertretende ÖAAB-Landesobmann in Richtung FSG. Er bekenne sich „ganz klar zum Erhalt der Arbeiterkammern“ und spreche sich auch „in aller Klarheit gegen eine Absenkung der AK-Umlage aus“, deponiert Feilmair, um freilich anzufügen: „Aber jeder anderen positiven Weiterentwicklung der AK stehe ich sehr offen gegenüber“. Und Feilmair nimmt für den ÖAAB auch in Anspruch, „schon des Öfteren AK-Reformmotor“ gewesen zu sein — beispielsweise bei der Einführung des AK-Rechtsschutzes vor 25 Jahren. Ebenfalls auf Initiative des ÖAAB sei erst vor einem Jahr der Bildungsbonus auf 130 Euro erhöht worden, „mit großer Eindeutigkeit“ sei der ÖAAB auch bei der AK-Urabstimmung im Jahr 1996 aufgetreten.

Eine besondere Spitze in Sachen Reformen kann sich Feilmair in Richtung FSG auf keinen Fall verkneifen: Er frage sich ob die FSG eingebunden war, als der damalige SPÖ-Kanzler Christian Kern seinen Plan A mit dem 12-Stunden-Arbeitstag vorgestellt hat?

Quelle: Neues Volksblatt, 17.05.2018


nach oben