Es braucht mehr Zeit für die Arbeit am Menschen und die Berücksichtigung der mobilen Pflege!

„Es braucht ganz einfach mehr Zeit für die Arbeit am Menschen“, fasst Cornelia Pöttinger, die ÖAAB-FCG-Spitzenkandidatin bei der AK-Wahl 2019, eine der wesentlichen Herausforderungen in der Pflege zusammen. Sie plädiert dafür, den administrativen und bürokratischen Aufwand für die Pflegekräfte auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren: „Neben der ohnehin schon herausfordernden Tätigkeit sind die Dokumentationspflichten eine zusätzliche Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Mobile Dienst unbedingt mitberücksichtigen!
Als Betriebsratsvorsitzende im Oberösterreichischen Hilfswerk bricht sie in der aktuellen Pflege-Debatte auch eine Lanze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den mobilen Diensten: „Die Kolleginnen und Kollegen in der mobilen Pflege – von der Hauskrankenpflege bis zur Mobilen Betreuung und Pflege - leisten Tag für Tag großartiges. Sie ermöglichen durch ihre herausfordernde Tätigkeit, dass in so vielen Fällen die Pflege zu Hause erfolgen kann. Auch ihre Arbeitsbedingungen und die finanzielle Entlohnung gehören entsprechend mit angepasst, wenn die Weichen für die Pflege der Zukunft gestellt werden!“ Als konkrete Forderungen nennt Pöttinger hier Dienstplansicherheit, wie in den stationären Bereichen, und eine entsprechende Entlohnung, die berücksichtigt, dass mobile Pflegekräfte ihre Klienten meist alleine und ohne technische Hilfsmittel betreuen.

Masterplan Pflege
Pöttinger hat dazu auch am „Expertengespräch zur Zukunft der Pflege“ der Politischen Akademie in Wien teilgenommen, bei dem der „Masterplan Pflege“ der Bundesregierung mit Praktikern diskutiert wurde. Auch dort hat sie festgehalten, dass sich das ÖAAB-FCG-Team in der Arbeiterkammer Oberösterreich zum Grundsatz „Pflege daheim vor stationär“ bekennt und die Verbesserungen der Rahmenbedingungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeberufen in den Mittelpunkt gerückt werden. „Dazu gehört neben einer besseren Personalbedarfsplanung in allen Bereichen eben auch mehr Zeit für die Arbeit am Patienten“, so Pöttinger.

Potential der Wiedereinsteigerinnen nutzen
Ein besonders wichtiges Anliegen ist für Cornelia Pöttinger daneben auch die flächendeckende Schaffung von Ausbildungsmöglichkeiten für Wiedereinsteiger. „Vor allem Frauen nach der Kindererziehung sind ein großes Potential als zukünftige kompetente und belastbare Pflegekräfte“, so die Hilfswerk-Betriebsratsvorsitzende. „Für diese Gruppe müssen auch die finanziellen Rahmenbedingungen in der Ausbildungszeit passen. Die Ausweitung des Fachkräftestipendiums auf Pflegeberufe und flächendeckende Möglichkeiten durch Stiftungen gehören dringend umgesetzt!“


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