Unverschämte Kalliauer-Plakatkampagne auf Kosten aller AK-Mitglieder

„Leider hat sich auch vor dieser Arbeiterkammerwahl gezeigt, wie ungeniert die FSG ihre Macht als Mehrheitsfraktion in der Arbeiterkammer missbraucht. Ohne Skrupel lässt sich der AK-Präsident auf Kosten alle Arbeitnehmer, die Pflichtmitgliedsbeiträge zahlen, oberösterreichweit plakatieren und in den Zeitungen flächendeckend inserieren“, kritisiert auch der Landesvorsitzende der Fraktion Christlicher Gewerkschafter Peter Casny. Für den ÖGB-Vizepräsidenten zeigt das eindeutig, dass es dringend einen neuen Stil in der AK und mehr politische Unabhängigkeit braucht. „Bei keiner anderen Wahl kämen Spitzenkandidaten einer politischen Fraktion auf die Idee, sich auf Kosten der Allgemeinheit selbst bewerben zu lassen!“

FCG-Landesvorsitzender Ing. Peter Casny

Neben der Plakatkampagne ist die aktuelle Ausgabe des AK-Reports aus Sicht der Christgewerkschafter ein weiterer negativer Höhepunkt. Auch dort wird mit Blick auf die AK-Wahl nicht davor zurückgeschreckt, mit Halb- und Unwahrheiten ganz klar parteipolitisch Stellung zu beziehen. Noch dazu von hauptamtlichen Mitarbeitern. Dass das System hat, beweisen auch eindeutige Facebook-Postings von Mitgliedern des AK-Direktoriums, in denen zum Beispiel Direktor-Stv. Franz Molterer ganz offen zur Wahl der FSG aufruft. „Auch das wäre in anderen öffentlichen Institutionen undenkbar“, so Casny.

Geht es nach dem Chef der FCG, dürfen sich die Verantwortlichen in der AK nicht wundern, dass die Wahlbeteiligung bei den Arbeiterkammerwahlen mittlerweile problematisch niedrig ist. Wenn die AK so schamlos als Außenstelle der SPÖ missbraucht wird, trägt das nicht zur unbedingt zur Motivation der breiten Arbeitnehmerschaft bei, ihre Stimme überhaupt abzugeben. „Die Menschen durchschauen diese als „Mobilisierungsaktion“ getarnte einseitige Werbemaßnahme für den FSG-Spitzenkandidaten!“


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