Team ÖAAB-FCG: Stellungnahme zum AK-Wahlergebnis

„Es war von Anfang an klar, dass die Arbeiterkammerwahl eine besondere Herausforderung für uns ist. Umso mehr bedanken wir uns bei allen, die unermüdlich im Einsatz waren und das Team ÖAAB-FCG unterstützt haben. Das Ergebnis schmerzt“, so Spitzenkandidatin Cornelia Pöttinger, die gleichzeitig AK-Präsident Kalliauer zum Wahlsieg gratuliert. Gründe für die Verluste sehen der OÖVP-Arbeitnehmerbund und die Fraktion Christlicher Gewerkschafter im verwirrenden Wahlsystem und einem übermächtigen Mitbewerber. „Es war von Anfang an ein Kampf mit ungleichen Mitteln. Der Machtmissbrauch und die Vereinnahmung der Arbeiterkammer durch die FSG haben bei dieser Wahl einen unrühmlichen Höhepunkt erreicht“, so Pöttinger.

Ein weiterer Grund war aus Sicht von ÖAAB und FCG die herausfordernde Themenlage aufgrund bundespolitischer Weichenstellungen. „Es ist der FSG gelungen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Unwahrheiten und beispiellosem Dirty-Campaigning in den Betrieben zu verunsichern“, so der Landessekretär des ÖVP-Arbeitnehmerbundes Wolfgang Brandstätter. „Leider konnten wir die gute politische Grundstimmung gegenüber den Regierungen auf Landes- und Bundesebene nicht nutzen. Das problembehaftete System bei der für uns wichtigen Briefwahl hat uns zusätzlich geschadet.“

„Dazu kommt, dass für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem bürgerlichen Lager die AK-Wahl nicht die notwendige Bedeutung hat. Sie sind vielfach nicht bereit, ihre Stimme abzugeben. Das komplexe Wahlsystem trägt auch dazu bei. Durch die Vereinnahmung der Arbeiterkammer durch eine Fraktion, sinkt die Motivation der breiten Maße der Arbeitnehmer, überhaupt an der Wahl teilzunehmen“, so Brandstätter weiter, der dabei auf die trotz des unglaublichen Mittel-Einsatzes gesunkene Wahlbeteiligung verweist.

Cornelia Pöttinger abschließend: „Wir lassen uns nicht beirren. Wir werden weiterhin für unsere Überzeugungen und die Inhalte aus der AK-Wahlbewegung einstehen. Das heißt: Partnerschaft statt Klassenkampf und Nein zu der gezielten Verunsicherung der Arbeitnehmer aus parteipolitischen Gründen. Das Team ÖAAB-FCG steht auch in Zukunft für einen neuen Stil, die dringend notwendige Kontrolle der Mehrheitsfraktion in der AK und den Einsatz für eine faire und menschliche Arbeitswelt.“



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