Neugestaltung der Arbeitszeit im Sinne von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

ÖAAB: „Kein Mensch will einen generellen 12-Stunden-Arbeitstag!“

ÖAAB-Landessekretär Wolfgang Brandstätter

Der ÖVP-Arbeitnehmerbund ÖAAB lehnt die reflexartige Kritik von Seiten der SPÖ an den von den Regierungsverhandlern präsentierten Plänen zur Neugestaltung der Arbeitszeit ab. „Gerade jetzt ist Sachlichkeit gefragt. Wie bei allen vorangegangenen Themen schüren die politischen Mitbewerber aus parteitaktischen Gründen Ängste und verbreiten mit Unwahrheiten gezielt Verunsicherung. Das ist nicht unser Stil“, so ÖAAB-Landessekretär Wolfgang Brandstätter.

 

„Kein Mensch will einen 12-Stunden-Arbeitstag oder eine 60-Stunden-Woche!“
Für den OÖVP-Arbeitnehmerbund war immer klar: „Einen generellen 12-Stunden Arbeitstag lehnen wir ab. Die von den Regierungsverhandlern präsentierten Vorhaben erlauben einen leichteren Zugang zu bis dato schon bestehenden Möglichkeiten der Gestaltung der Arbeitszeit. Es gelten weiterhin Grenzen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unter anderem die der europäischen Arbeitszeitrichtlinie, die zum Beispiel eine Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit mit durchschnittlich 48 Stunden vorsieht.“


Individuelle und verträgliche Lösungen
Der ÖVP-Arbeitnehmerbund hält darüber hinaus fest, dass die wöchentliche Normalarbeitszeit und kollektivvertragliche Regelungen unberührt bleiben und es, geht es nach den diskutierten Plänen, für eine Ausweitung der Arbeitszeit Vereinbarungen auf betrieblicher oder einzelvertraglicher Ebene braucht. Brandstätter dazu: „Gerade die Frage der Arbeitszeit lässt keine Verallgemeinerungen zu. Die unterschiedlichen Branchen und Berufsbilder brauchen jeweils verträgliche Lösungen, die der Zustimmung der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedarf.“


„Flexibilisierung darf keine Einbahnstraße sein!“
Man darf in dieser Debatte nicht übersehen, dass sich auch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Gestaltungsspielraum in Bezug auf ihre Arbeits- und Freizeit wünschen. Aus Sicht des ÖAAB braucht auch das Thema Arbeitszeit eine Weiterentwicklung hin zu sinnvollen, zeitgemäßen und praktikablen Rahmenbedingungen. „Wichtig ist, dass die Flexibilisierung keine Einbahnstraße ist, Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen beide davon profitieren“, meint der ÖAAB-Landessekretär.


„Fleiß muss sich lohnen!“

„Im Arbeitszeitgesetz und in den Kollektivverträgen gibt es bereits jetzt viele Möglichkeiten zur flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit. Sie sind jedoch - gerade was die Abdeckung von Auftragsspitzen angeht – sehr schwer umsetzbar!“ Eine neue Bundesregierung hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Regelungen so weiter zu entwickeln, dass kein Nachteil für die Arbeitsplätze und den Wirtschaftsstandort entsteht. Im Gegenzug sollen die Arbeitnehmer durch mehr Freizeit und eine Abgeltung der Überstunden, ganz nach dem Motto „Fleiß muss sich lohnen“, auch finanziell davon profitieren.

Presseaussendung

 

 



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