Berufsschule: Internatskosten für Lehrlinge endlich abgeschafft

Sehr erfreut zeigt sich Helmut Feilmair, Vizepräsident der Arbeiterkammer Oberösterreich und Landesobmann-Stellvertreter des ÖAAB, über die Abschaffung der Internatskosten für Berufsschüler. Diese Maßnahme gilt seit 1. Jänner 2018. Schon vor Jahren hat der ÖAAB in der Arbeiterkammer-Vollversammlung einen entsprechenden Antrag eingebracht. „Das ist ein weiterer ganz konkreter Schritt für die Attraktivierung der Lehrausbildung“, freut sich Helmut Feilmair. Im Lichte des Facharbeitermangels ist jeder Schritt zur Attraktivierung der Lehre wesentlich und wichtig.
 
Bislang gab es unterschiedliche Regelungen, was die Kosten für das Berufsschul-Internat betraf. Bis zum 31. Dezember 2017 mussten die Internatskosten grundsätzlich vom Lehrling selber getragen werden. War die Lehrlingsentschädigung geringer als die Kosten für das Berufsschul-Internat, musste bisher der Lehrberechtigte den Differenzbetrag ersetzen. Es gab aber auch Kollektivverträge, in denen festgeschrieben stand, dass der Lehrberechtigte die Internatskosten gänzlich übernimmt. Ein Beispiel dafür waren die Kollektivverträge in der Metallindustrie. Es ist daher auch ein Akt der Gerechtigkeit, dass in Sachen Kosten für das Berufsschul-Internat nunmehr alle Lehrlinge gleichgestellt sind.
 
Seit 1. Jänner 2018 gilt, dass die Internatskosten vom Lehrberechtigten zu tragen sind. Für die Lehrberechtigten besteht aber die Möglichkeit, einen Ersatz dieser Kosten bei der zuständigen Lehrlingsstelle zu beantragen. Die Kosten für das Berufsschul-Internat werden dem Lehrberechtigten aus den Mitteln des Insolvenzentgeltsicherungsfonds ersetzt. Dieser Kostenersatz hat allerdings für Lehrberechtigte beim Bund, bei einem Land, bei einer Gemeinde oder einem Gemeindeverband keine Gültigkeit.



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