ÖAAB-Landesobfrau LH-Stellvertreterin Christine Haberlander: „Wer in sein Zuhause investiert, soll dabei bestmöglich unterstützt werden. Die Sanierungsoffensive entlastet Familien, stärkt unsere heimischen Arbeitsplätze und ist eine Investition in die Zukunft.“
Für den ÖAAB Oberösterreich ist die Fortführung und Aufstockung der Förderungen ein wichtiger Beitrag zur finanziellen Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie ihrer Familien. Denn gerade die laufenden Wohn- und Energiekosten stellen für viele Haushalte eine erhebliche Belastung dar.
„Leistbares Wohnen ist eine der zentralen Fragen für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wer jeden Tag arbeitet, Verantwortung übernimmt und für seine Familie sorgt, muss sich auch ein gutes Zuhause leisten können. Mit der Sanierungsoffensive unterstützen wir Menschen dabei, ihre Wohnqualität zu verbessern und gleichzeitig langfristig Energiekosten zu sparen. Das ist eine Investition, die sich mehrfach auszahlt – für die Familien, für unsere Arbeitsplätze und für die Umwelt“, betont ÖAAB-Landesobfrau LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.
Bis zu 20.000 Euro für die thermische Sanierung
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Sanierungsoffensive 2027 ist die thermische Sanierung bestehender Wohngebäude. Wer sein Haus besser dämmt, alte Fenster austauscht oder eine umfassende energetische Sanierung durchführt, kann von attraktiven Bundesförderungen profitieren.
Für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser sind folgende Förderhöhen vorgesehen:
- Bis zu 4.000 Euro für Einzelbauteilsanierungen, etwa für Fenster, Fassade, Dach oder Geschoßdeckendämmung.
- Bis zu 10.000 Euro für eine Teilsanierung mit einer Reduktion des Heizwärmebedarfs um mindestens 40 Prozent.
- Bis zu 15.000 Euro für eine umfassende thermische Sanierung nach gutem Standard.
- Bis zu 20.000 Euro für eine umfassende thermische Sanierung nach klimaaktiv Standard.
- Zusätzlich bis zu 1.000 Euro für Außenverschattungsmaßnahmen wie Rollläden oder Raffstores im Zusammenhang mit einem förderfähigen Fenstertausch.
Die Bundesförderung beträgt maximal 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Gebäude älter als 15 Jahre ist.
Thermische Sanierungen wirken dabei mehrfach: Sie reduzieren den Energiebedarf, verbessern das Raumklima und tragen dazu bei, die laufenden Heizkosten langfristig zu senken. Gleichzeitig erhöhen sie die Wohnqualität und können den Wert der Immobilie erhalten.
Heizkesseltausch: Unterstützung beim Umstieg auf moderne Heizsysteme
Neben der thermischen Sanierung bildet der Austausch fossiler Heizsysteme den zweiten großen Schwerpunkt der Sanierungsoffensive.
Gefördert wird der Umstieg von bestehenden Öl-, Gas- oder anderen fossilen Heizungen auf klimafreundliche Alternativen.
Für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser sind folgende Förderpauschalen vorgesehen:
- 4.000 Euro für den Anschluss an ein förderfähiges Nah- oder Fernwärmenetz.
- 5.000 Euro für den Umstieg auf eine förderfähige Wärmepumpe.
- 6.000 Euro für den Umstieg auf eine förderfähige Holzzentralheizung, beispielsweise mit Pellets oder Hackgut.
Zusätzliche Zuschläge sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich, etwa für Tiefenbohrungen bei Wärmepumpen oder die Kombination mit einer thermischen Solaranlage.
Mit der Umstellung auf moderne Heizsysteme können Haushalte ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern und sich besser gegen langfristige Energiepreisrisiken absichern.
Heimische Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung stärken
Die Sanierungsoffensive ist nicht nur eine Unterstützung für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, sondern auch ein wichtiger wirtschaftlicher Impuls.
Von Investitionen in Gebäudesanierungen und Heizungsmodernisierungen profitieren insbesondere regionale Fachkräfte. Gerade in Oberösterreich mit seiner starken Handwerksstruktur können zusätzliche Sanierungsinvestitionen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung beitragen.
„Jede Sanierung sichert Arbeitsplätze. Wenn Familien in ihre Häuser investieren, profitieren davon Installateure, Elektriker, Dachdecker und viele weitere Fachkräfte. Damit sichern wir Arbeitsplätze direkt vor Ort. Die Sanierungsoffensive verbindet somit soziale Verantwortung mit wirtschaftlicher Vernunft“, unterstreicht Haberlander.
Nachhaltige Entlastung statt kurzfristiger Unterstützung
Aus Sicht des ÖAAB Oberösterreich ist besonders wichtig, dass die Förderungen nicht nur einmalig finanzielle Unterstützung bieten, sondern langfristige Einsparungen ermöglichen.
Denn Energie, die durch eine bessere Dämmung gar nicht erst benötigt wird, muss auch nicht bezahlt werden. Moderne Heizsysteme können zusätzlich dazu beitragen, die laufenden Kosten zu reduzieren.
Damit leistet die Sanierungsoffensive einen Beitrag zur langfristigen finanziellen Absicherung der Haushalte.
„Unser Ziel muss sein, dass sich Leistung lohnt und den Menschen von ihrem Einkommen möglichst viel zum Leben bleibt. Wer seine Energiekosten dauerhaft senkt, schafft sich finanziellen Spielraum – Monat für Monat und Jahr für Jahr. Genau deshalb sind Investitionen in die Energieeffizienz auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Leistbarkeit des Wohnens“, so die ÖAAB-Landesobfrau.
Förderstart: Wichtige Termine beachten
Für die neuen Förderprogramme gelten unterschiedliche Starttermine.
Bereits ab 2. November 2026 wird die Förderung für den Heizkesseltausch bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern unter angepassten Bedingungen wieder geöffnet. Dabei werden bestimmte Lieferungen und Leistungen berücksichtigt, die ab dem 7. Oktober 2026 erbracht wurden. Für diese Neuauflage stehen frei gewordene Mittel aus dem Förderjahr 2026 zur Verfügung.
Die Antragstellung für die Sanierungsoffensive 2027 startet am 4. Jänner 2027.
Interessierte sollten sich frühzeitig über die technischen Anforderungen, die Förderbedingungen und die notwendigen Unterlagen informieren. Die Fördermittel sind begrenzt. Einzelne Förderbedingungen können bis zum Start noch präzisiert werden.
Fördermöglichkeiten nutzen und rechtzeitig planen
Der ÖAAB Oberösterreich empfiehlt allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Familien, die eine thermische Sanierung oder einen Heizungstausch planen, sich rechtzeitig über die verfügbaren Fördermöglichkeiten zu informieren.
Neben den Bundesförderungen sollten auch mögliche ergänzende Landesförderungen geprüft werden. Dabei sind die jeweiligen Kombinationsmöglichkeiten und Förderobergrenzen zu beachten.
„Es wäre schade, wenn Familien auf finanzielle Unterstützung verzichten, nur weil sie die entsprechenden Fördermöglichkeiten nicht kennen. Deshalb ist es uns als ÖAAB ein besonderes Anliegen, über Förderungen zu informieren und die Menschen dabei zu unterstützen, die ihnen zustehenden Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen“, betont Haberlander abschließend.
Alle Informationen zur Sanierungsoffensive 2027, den Förderbeträgen und den Voraussetzungen sind unter www.sanierungsoffensive.gv.at abrufbar.

